Hurghada (in Ägypten auch "Ghardaga" genannt) ist eines der größten ägyptischen Feriengebiete und liegt direkt am Roten Meer. Die Stadt beheimatet ca. 60.000 Einwohner sowie angeblich weitere 10.000 Illegale ohne Aufenthaltspapiere. Doch beginnen wir ganz von vorne.
Klimatabelle Hurghada
| Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Ju | Jul | Au | Sep | Okt | Nov | Dez | |
| Max.Temp | 22 | 21 | 23 | 28 | 33 | 35 | 36 | 35 | 32 | 30 | 26 | 20 |
| Min.Temp | 11 | 10 | 12 | 16 | 20 | 24 | 24 | 25 | 23 | 20 | 17 | 12 |
| Wasser | 22 | 21 | 22 | 23 | 27 | 29 | 30 | 30 | 29 | 26 | 25 | 24 |
| Sonnenstd | 8 | 9 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 12 | 11 | 10 | 9 | 8 |
| Regentage | 1 | 1 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 |
Angefangen hat die Geschichte von Hurghada, zu Beginn des 20.Jahrhunderts, als das Kamel von Hassan der Meinung war, dass dieses sonnige Stück Strand der perfekte Ort wäre sich nieder zu lassen und seine beiden Wassertanks aufzufüllen. Vorher gab es dort nur einige Häuser, viel Sand und Meer. Seit den 80er-jahren wird das kleine Fischerdorf nun von amerikanischen, europäischen und arabischen Investoren zum mit Abstand führendem Badeort am Roten Meer ausgebaut. Mittlerweile gehört die amerikanische Fastfood-Kultur genauso zum Stadtbild wie der sowjetische Immobilienhändler. Zwischen dem großem goldenen "M",
Pizza Hut und Kentucky Fried Chicken finden wir genauso Iwans kleine Immobilien-bastelstube so wie Ralfs Ravensburger Restaurante. Klarer Fall und Rainer Wein reichen sich hier bei einem leckeren Rollmops die Hände, um Hassan dabei zuzuschauen wie er eine schmackhafte Shisha entflammt. Unabhängig davon hat sich HRG durchaus einen gewissen Charme erhalten. Riskiert man einen kleinen Blick hinter die Kulissen wird man mit dem ürsprünglichen arabischem Leben belohnt.
Das gut 30 km lange Gebiet zerfällt in den ursprünglichen Ortskern Ad-Dahar (Downtown) im Norden, das anfänglich ein Verwaltungsort für die Erdölfelder im Golf von Suez war, das südlich liegende Touristengebiet as-Siqala ( die meist konsequent verwendete Wegweiserbeschriftung ist El Sekalla) und den kettenförmigen noch weiter südlich anschließenden Pauschal- und Luxushotels.
New York, London, Hurghada, Tokio. 2004 hat die Anzahl der weltweit zugereisten Gäste, ja in Hurghada gibt es auch Reis, das erste mal die runde Summe von einer Millionen überschritten. Sie wollen auf einer Wüstentour mit dem Quad mit ausgestreckten Armen der Sonne entgegenfliegen, einen Tauchtrip in kristallklarem Wasser an den schönsten Riffen der Welt unternehmen, oder aber sich eine garantiert echte Rolex für 50 ägytischen Pfund kaufen? In Hurghada kein Problem. Kommen sie und besuchen sie uns, erleben sie die lustige Mischung und das entspannte zusammenleben verschiedener Kulturen. |
Ca. 22,37 km nördlich liegt die lagunenartig angelegt Hotelstadt El Gouna, auch gerne das "Venedig Ägyptens" genannt. Wer sich hier ein bißchen umschaut wird evtl. auch die viel gelobte Red Sea Riviera finden. Vom exquisitem kleinen Hotel mit familiärer Atmosphäre bis hin zum edlen Fünf-Sterne-Strandhotel finden wir Unterkünfte aller Kategorien. Die einzelnen Quartiere sind über kleine charmante Fußgängerbrücken miteinander verbunden. Hat man es sich dort erst einmal so richtig gemütlich gemacht, kann man tagsüber auf dem örtlichem 18-Loch-Golfplatz die Performance seines 6-Millionen-Dollar-Armes ausprobieren und danach einen gerührten, nicht geschüttelten, Martini im Jachthafen nehmen.

Etwa 60 km südlich von unserem Ausgangsort "Mama-Hurghada" befindet sich die Hafenstadt Safaga. Der Stadtname stammt wahrscheinlich vom arabischen Safá dschá ab, was soviel wie "staubige Winde kommen" bedeutet. Hier befindet sich einer der ältesten Häfen am Roten Meer der bereits unter dem altägyptischen Pharao Sahure als Basis für Handel und Forschung eingerichtet wurde. Heute ist es Hauptstützpunkt der ägytischen Marine, dient dem Im.-und Export und fungiert als Ausgangspunkt für Pilgerfahrten nach Mekka (Saudi Arabien). Die Sandstrände von Safaga weisen natürliche radioaktive Isotope an Uran, Thorium und Kalium auf. Man munkelt, dass sich schon die pharaonische Königin Hatschepsut hier für jährliche Kuren eingefunden hat. In und um die Stadt gibt es einige Luxus-Anlagen wie Soma Bay, Makadi Bay und al-Qusair.
Weitere 210 km auf der durchgehenden Küstenstraße nach Süden erreichen wir Marsa Alam. In den letzten zwei Jahrzehnten erst ist Marsa Alam so richtig durchgestartet. So sehr, dass aus dem ehemals kleinem Küstendörfchen mit einer handvoll rustikaler Steinhütten, eine richtig Kleinstadt, mit einem ganz eigenem Flughafen geworden ist.Die etwa 6000 Einwohner sind hauptsächlich Fischer. Unter anderem halten sie aber auch Schafe, Ziegen und Dromedare. Genau, ganz richtig gelesen, DROMEDARE, keine Kamele. Das Dromedar wird auch gerne als Arabisches oder Einhöckriges Kamel bezeichnet. Das kommt nicht von ganz ungefähr, den es hat auch nur einen Höcker. Unter den Römern war die Gegend noch bekannt für Vorkommen an Gold, Smaragden und Halbedelsteine. Heute jedoch arbeiten nur noch wenige in den Minen. Was zum einen daran liegt, das sie einfach nicht mehr rentabel sind, und zum anderen hat sich auch eine äußerst lukrative Flut des rosafarbenen Goldes eingestellt. Entlang der Küste finden wir über Kilometer recht hübsche, im Landesstil errichtete Hotelanlagen und prachtvolle Bauten großer Hotelkette.
Von unserem Ausgangspunkt, aus, in Richtung Nord-Osten sind es etwa 45 Minuten mit dem Flugzeug, oder ca. 2,5 Stunden mit der Fähre bis wir einen der Lieblingsaufenthaltsorte, des Chefägypters, Herrn Mubarak, Sharm El Sheikh, erreichen.
Sharm El Sheikh, von dem Kenner auch liebevoll „Sharm“ genannt, liegt mit den Bergen des Sinai im Rücken, an der Südspitze der Sinaihalbinsel am wilden und romantischen Küstenstreifen zwischen dem Golf von Suez und dem Golf von Aqaba.
Das erstmals 1762 auf einer Seekarte eingezeichnete Sharm El Sheikh erlebte in den 90ger Jahren seinen ganz persönlichen großen Aufschwung, und gilt heute als der mit Abstand teuerste Badeort in Ägypten. Die im Norden der Stadt gelegene Naama Bay ist das kleine Las Vegas von Ägypten, wo sich nicht nur der etwas liberaler eingestellte kleine Mann wohl fühlt, sondern sich auch die politische Elite Ägyptens regelmäßig trifft, um ordentlich Gas zu geben. Neben den offiziellen Casinos und Nightclubs, ist auch seit vielen Jahren die kleine Saat des Bösen, wie zum Beispiel Mc Donalds und das Hardrock-Cafe, für fundamentalistische Gruppierungen Anlass genug zu versuchen der „Verwerflichkeit“ Einhalt zu gebieten. So hat es im Jahre 2005 drei Bombenexplosionen gegeben, bei der 88 Menschen zu Tode gekommen sind. Schande über die Häupter der Leute die so etwas tun!!! Gut, dass solche Dinge in der Regel nur einmal passieren. Dementsprechend erfreut sich Sharm El Sheikh nach wie vor ungebändigter Beliebtheit, was nicht zuletzt auf den Charme der Stadt und die herausragenden Tauchgebiete vor Ort zurückzuführen ist.
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Dahab selbst ist so ganz anderes als der Rest von Ägypten. Irgendwie scheint sich Dahab vom Rest, wie wir ihn kennen, losgesagt zu haben, und einen ganz eigenen Charme bewahrt zu haben. Man könnte fast meinen nicht nur 150 Kilometer gefahren zu sein, sondern einen Sprung nach Thailand gemacht zu haben. Ein durchaus junges, internationales Publikum was mehr den Eindruck von Weltreisenden vermittelt prägt hier das Bild. Auf dem Strand stehen coole Kaffees, Surfer fliegen über das Wasser, und die Taucher ziehen sich hier direkt an der Promenade an um sich in die Fluten zu stürzen. Hier scheinen nicht nur die Uhren ein wenig langsamer zu laufen, sondern das Leben allgemein geht hier recht entspannt ab.
