Martins Rock´n´Roll Site
Hurghada, 21/10/2010, 13:00, die Protestwelle  

In der heutigen Zeit ist es keine Schande mehr auf solchen Plattformen wie z. B. Facebook, Myspace oder Wer-kennt-wenn vertreten zu sein. Eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein, gehört es doch mittlerweile zum guten Ton zumindest einem Social-Networks anzugehören.
Kritische Zungen behaupten, dass hier aber auch diverse Gefahren lauern. So werden den Usern zum Beispiel über „Mafia Wars“ nicht vorhandene Familienbindungen und Coolness suggeriert, die Fische im „Aquarium“ müssen gefüttert sonst sterben sie, womit wir uns auch irgendwie nützlich vorkommen, und ebenso wie bei „Farmville“ hat das ganze ja auch noch ein nicht zu vernachlässigenden kreative Note. Die nächste Stufe wird wahrscheinlich eine weltweite Organisation von autarken „Nordic-Walking“ Kleinstgrüppchen sein, so dass wir zur körperlichen Ertüchtigung auch bloß nicht mehr vor die Tür müssen. Wahrscheinlich wird es sich dann auch unser Fitnessnüsschen nicht nehmen lassen, ähnlich wie sein virtueller, schon erwachsener, Partner, die Glücksnuss, mich mit studierten Weisheiten wie „…Dank der Tüte Chips die Du gestern Abend genossen hast, hast Du 300 Kalorien zuviel in Dich reingestopft, und wenn du jetzt ein kleine, spontane Einheit Jogging einlegen würdest, könnte es passieren, dass Du Dich danach viel fitter fühlst…“ wissen zu lassen, dass ich zur Zielgruppe gehöre, und verloren habe.
Für jeden Verschwörungstheoretiker mehr ist es zudem mehr als offensichtlich, dass gerade Facebook entweder ein Kindl der CIA, oder Mitglied von Scientology ist.
Beobachtet man mal genau, wie neue FB-ler (das ist der interne Fachjargon für einen Eingetretenden) gewonnen werden, man seine vertraulichen Adressbuchdaten einfach so her gibt, und wer dann später wenn auf einmal alles kennt der sich gar nicht kennen kann, stehen einem mehr als nur die Haare zu berge. Gibt man sich dieser Theorie hin, so wird es wahrlich noch gefährlicher.
Ich für meinen Teil habe erste ernstzunehmende Untersuchungen angestellt, und meine Haare haben mir nicht nur zu Berge gestanden, nein, einige von Ihnen sind gleich abgesprungen, und haben die Flucht ergriffen. Noch heute laufen sie alleine, einsam und verwirrt, durch die Gegend - Gegenden können teilweise recht groß sein – und wissen nicht wohin mit sich selbst. Ein paar von ihnen haben das Glück gehabt Herrn Robert Riviera, unseren R’n’F Unterhaltungsprogramm Bandleader zu treffen, aber auch der konnte Ihnen nicht wieder den richtigen Weg weisen. So sitzen sie noch heute auf einer Bank, in einem dieser abgelegenen Dorfbahnhöfe in Kasachstan, essen Vladimirs Instantreis für illegal eingereiste Chinesen, und warten auf den nächsten Zug. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen was für erschreckende Auswirkungen dies alles auf die schon nicht mehr vorhandene Dichte meines Haupthaares gehabt hat, …aber ich schweife ab.
Zurück zum Thema!
Die AGB’s, liest man sich ja eh nie durch! Die sind gespickt mit Paragrafen die selbst meine geflüchteten ehemaligen Hauptwohnraumbesetzter in Kasachstan hellhörig werden lassen!
Einmal ein Photo hochgeladen, verliert man sämtliche Rechte daran. Was in dem Verschwörungsrechner geladen ist bleibt dort. Nun, können aber auch Bekannte Fotos von uns hochladen, und auch die bleiben für immer dort, auch wen der Account gelöscht ist, und Facebook kann damit machen was sie wollen! Phuuuu…nicht schlecht!

ABER, unabhängig davon macht die ganze Geschichte auch einfach Spaß, wir können, egal wo wir sind, Egypt, Philippinen, Thailand, oder sogar von der Arbeit aus, Kontakt zu denen halten die uns am Herzen liegen, es lassen sich auch schon verloren geglaubte wieder finden, und die Kommentare der anderen zu kommentieren macht einfach einen „Heide“nspaß!
Und mein Aquarium ist sowieso das Schönste gewesen!
Des Weiteren ist es aber auch so, dass uns hier eine Möglichkeit geboten wird, unsere Meinung, Sichtweise und Einstellung mit anderen zu teilen, und wir so ein Tool in die Hand bekommen, der Welt unseren kleinen viel sagenden Stempel aufzudrücken.

Letzte Woche schon haben wir über die unfreiwilligen Einwanderer, die japanischen Delphine in Ägypten berichtet. Die armen, ihrem natürlichen Lebensraum entrissenen, Säuger wurden mittlerweile aus dem Swimmingpool weiter transportiert.

Via Facebook ist eine großartige Welle des Protests ins rollen geraten, und wir finden das so richtig gut! Wer also noch keinen Facebook-Acoount hat, dem möchten wir hier heute ans Herz legen, sich doch einen einzurichten. Gemeinsam können wir Gutes tun, und vielleicht schaffen wir es ja, die Jungs wieder aus ihrem Gefängnis zu befreien.

Eine der wenigen Tauchbasen in Hurghada, respektive ganz Ägypten, die sich aktiv an dem Protest beteiligen ist … an dieser Punkt angekommen stellen sie sich bitte Trompeten und Fanfaren als akustische Hintergrunduntermalung vor… das J&M Diving Center in Hurghada!
Auf deren Facebook Seite können Protestfotos hochgeladen werden, und so seine Meinung zu diesem Thema kundtun. Über 600 Stück sind schon eingegangen, doch es gilt noch weiter Protestalben zu füllen!

http://www.facebook.com 1

http://www.facebook.com 2



Wir finden diesen Einsatz übrigens so klasse, dass diese, uns ja auch nicht ganz unbekannte Basis, von uns dafür einen „Daumen oben“, eine 1+, und einen Eintrag ins „Große Rote Buch der coolen Leute“ bekommt. Und wo wir schon mal dabei sind Komplimente für Mut, selbstlosen Einsatz und Engagement zu verteilen, haben wir beschlossen, dass neben allen anderen Argumenten, alleine dieser Beitrag unsere Welt ein wenig schöner zu machen, ein mehr als guter Grund ist, das Center zur besten Tauchbasis am Roten Meer zu wählen!
 
Wählen einfach gemacht!
 




Hurghada, 10/10/2010, 15:22 Uhr, in der Badewanne
Liebe Indianer und Indianerinnen, seit ein paar Wochen ereignen sich Dinge in Hurghada respektive in Egypt, die sich schon fast ein wenig paradox anhören, das Taucher.- und Naturliebhaberherz schmerzen und zu Rebellion aufrufen.
In den letzten Jahren schon haben wir immer wieder mal, mit kleinen Aktionen (siehe „Riffschutz Hurghada“ und „Save the Wales“), versucht auf gewisse Missstände und das notorische Fehlverhalten anderer Mitbewohner unseres noch grünen Planeten hinzuweisen. Teilweise, und Dank Eurer Hilfe, haben wir auf unserem kleinen Kreuzzug sogar kleine Siege erzielt, und etwas bewegt. Und genau darum geht es!
Nicht weg zu sehen, sondern den Mund aufzumachen, und zumindest zu versuchen etwas zu bewegen! Unseren Planten ein wenig schöner zu erhalten, und Ihn mit Stolz der nächsten Generation übergeben zu können. Denen, den Konglomeraten die die Riffe bilden, den vielen bunten Fischen, Haien, Delphinen, und Walen, die sich nicht selber helfen können, eine helfende Hand zu reichen, sich vor sie zu stellen und einfach mal „Nein“ zu sagen!

Da wir ja schon länger nicht mehr selbst auf dem afrikanischen Kontinent physisch anwesend sind, sind die News die uns erreichen teilweise nicht mehr ganz up to date. Dennoch ist es für ein wahres Rebellenherz natürlich nie zu spät sich für eine gute Sache mit einzusetzen!

Worum geht es?
Da es schon ausreichend Berichte im Netz gibt, fasse ich einfach mal kurz zusammen:
Allen Ernstes hat sich doch der ägyptische Delphinariumsbetreiber Wagdy Saad die Mühe gemacht, Delphine aus dem japanischen Osaka nach Hurghada bzw. die Makadi Bay zu importieren – die Aussage, dass die Delphine schon aus der Gefangenschaft kommen ist stark anzuzweifeln, und es liegt wohl auf der Hand, dass die, wahrscheinlich aus freier Wildbahn stammenden Säuger, eher auf illegalem Weg, gegen ihren Willen eingereist wurden!
Wer schon mal einen Blick hinter die Kulissen der afrikanischen Idee von Tourismus geworfen hat, der weiß, dass Worte wie Umweltschutz, geschweige denn Artgerechte Haltung von Tieren, nicht unbedingt groß geschrieben wird. Letzteres ist ja selbst in unseren Breitengraden nach wie vor schwer anzuzweifeln.
Hinzu kommt die Tatsache, dass das Gefängnis der Jungs und Mädels mit dem hübschen und markanten „Pffft-Loch“ im Kopf, offensichtlich gar nicht als Delphinarium gedacht ist, was schon schlimm genug wäre, sondern wohl eher eine Kuschelwiese für Touristen und noch nicht ausgebildete Egypt-Dolphin-Trainers, werden wird.

Bericht von der „Tauchen“ Homepage vom 06/10/2010:
http://www.tauchen.de/aktuell/news/detail.php?objectID=5203&class=59

Was können wir nun tun?
Unter anderem hat die Hepca (Hurghada Enviromantal Protection and Conversation Association) hat da eine ganz klasse Petition heraus gegeben. Wir wollen das tatkräftig unterstützen! Bis jetzt gibt es 5140 Unterschriften, und das anvisierte Ziel sollen 10.000 sein.
http://www.thepetitionsite.com/16/stop-dolphin-captivity-in-Egypt/
Nun, 10.000 sollte ja wohl für uns Rock’n’Rolla kein Problem sein! Auf, auf liebe Indianer lasst uns rebellieren.

Des Weiteren haben wir uns auch mal auf der Homepage des Delphinariums in Sharm El Sheikh umgeschaut, dies wird nämlich auch von Herrn Wagdy Saad betrieben, und siehe da, da gibt es auch eine Möglichkeit eine E-Mail direkt hinzuschicken. Ein altbewährtes Mittel, um etwas zu bewegen…yeah!

http://www.dolphina.net/index.php?option=com_contact&view=contact&id=1&Itemid=6

Den beigefügten Text einfach kopieren, einfügen, und abschicken!

To whom it may concern,
I would like to say THANK YOU!
Thank you, that you agree for causes a pretty bad damage for the Red Sea and the whole worlds seas. If your kids are supposed to dive, or snorkel or even only swim at totally destroyed reefs without fish and free living dolphins, you will be able to tell them very proudly, that you have had a real big part on this ecocide. I really hope, that your children will have more intelligence, to look at you with a big question-mark in their faces, an ask you, how stupid humans beings can even be to cause and accept such an unbelievable destruction of something beautiful and even essential as Red Sea and the world’s oceans.
In the name of every diver, all the human beings with an understanding for the world around us, I want to request you to stop this antisocial behaviour on our environment!
Have a nice and easy day
Your customers

Have a nice and easy day
Sir Kramer from Germanien



Statusbericht der Damen, sehr gut!
Von LA aus ging es mit dem Leihwagen, es musste natürlich ein adäquates Fortbewegungsmittel, also ein Jeep, sein, welches den Ladies alle Ehre mach, weiter nach San Diego. Die Stadt nah der mexikanischen Grenze, wo aufgrund des Breitengrades Hoffnung auf besseres Wetter war.
Leider wollte die böse Jahreszeit mit dem lauschigen Namen Winter nicht ganz so mitspielen, und hat zu allem Übel nicht nur Ihren besten Freund Kälte mitgebracht, sondern auch noch Wolken und Regen mit im Schlepptau gehabt. Wie ich gehört habe konnte das die Ladies aber nicht schrecken, und es war nichtsdestotrotz Sightseeing angesagt.
Auf Ihrer Entdeckungstour wurden Heidi und Stina mehrmals über die wahre Bedeutung des Ausspruchs „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ aufgeklärt. Schilder, überall Schilder die den entspannten Menschen on nebenan darauf hinweisen, dass wenn er doch bitte Spaß haben will woanders hingehen soll. Was sie hier dürfen ist…nichts! Kommen sie rein, dann können sie raus schauen wie mein alter Kumpel Thiletty zu sagen pflegte, aber ansonsten tun sie einfach nichts,…und bitte schauen sie auch nicht zu lange raus, oder aber wir müssen noch ein neues Schild produzieren lassen.
  
So long, dass kann ein paar ordentliche Rock`n`Roll Ladies natürlich überhaupt nicht davon abhalten sich mit ein paar einheimischen Caipirinha’s zu unterhalten und den Abend zu verbringen.
 
Zurück nach LA!
Nun sollte das Wort Sightseeing eine ganz neue Bedeutung bekommen, ja Dimensionen sollten gesprengt werden. Etwas was auf gar keinen Fall auf der Liste der Erforschung des neuen Kontinents fehlen darf sind „Disneyland“ und die „Universal Studios“! Natürlich nicht an einem Tag, denn schließlich sind sie ja nicht auf der Flucht sondern im Urlaub.
Ich, meine lieben Mitteleuropäer sitze da mit Euch quasi in einem Boot, was in etwa soviel bedeutet, dass ich wie Kevin, ganz alleine zu Hause bin, und mir vorstelle wie cool es doch wäre, auf so einem Road-Trip dabei zu sein. Ganz besonders intensiv empfinde ich in den Momenten so, wenn ich mit der Enkelin vom Almömi chatte, und nur noch so Wortfetzen wie „Ohhh, …ahhh, …das war so…huuu, ich glaube ich leide unter Reizüberflutung“ über den großen Teich kommen. Es scheint teilweise so zu sein, dass die Verbindung der modernen Kommunikationsmittel wie Skype, nicht ganz so zuverlässig arbeiten, aber das ist es nicht! Es macht für mich vielmehr den Eindruck, als wenn der Gesprächsmotivator das fortgeschrittene Bedürfnis verspürt, dass Erlebte mitteilen zu wollen, der Umwandler vom Gedanke zum Wort hin, aber der Geschwindigkeit nicht mithalten kann. Nun denn, Bilder sagen manchmal einfach mehr als Worte…
  
  
 
Wie schon erwähnt sind knappe drei Wochen nicht viel Zeit um der gesamten Westküste einen Besuch abzustatten, da müssen Prioritäten gesetzt werden. Ganz oben auf der Liste stand von Anfang an San Francisco. Ein Besuch in Amerika, ohne die „Golden Gate Bridge“ gesehen zu haben, ohne mit dem „Cable-Car“ gefahren zu sein, oder ohne das Auto an einer Straße mit einem 97%tigem Gefälle abgestellt zu haben geht ja mal gar nicht. Noch bis kurz vor der Abfahrt stand allerdings noch nicht fest, ob es aufgrund von Schnee und Eis überhaupt möglich sein wird, einer der schönsten Städte der Westküste einen Besuch abzustatten. Die Erkältung die Heidi nun schon seit Ihrer Ankunft mit sich rumschleppt hat sich da mal ausnahmsweise von Ihrer Vorteilhaften Seite gezeigt, und das erhöhte Maß an Eigentemperatur hat den Beide wohl den Weg geebnet.
 


Etwas was in jedem Touristen von uns steckt, und es steckt wirklich in jedem von uns, glaubt mir ich weiß wovon ich da rede, ist dass innerste Bedürfnis, vom bestimmten Objekten bestimmte Bilder zu machen. Die „Golden Gate Bridge“ ist zum Beispiel so ein Objekt. Die muss man auf jeden Fall mal hochgehoben, oder ein paar Meter getragen haben. No way, ohne das geht es gar nicht…yeah!
  

 “Bright light city gonna set my soul
Gonna set my soul on fire
Got a whole lot of money that's ready to burn,
So get those stakes up higher
There's a thousand pretty women waitin' out there
And they're all livin' devil may care
And I'm just the devil with love to spare
Viva Las Vegas, Viva Las Vegas
 

 How I wish that there were more
Than the twenty-four hours in the day
'Cause even if there were forty more
I wouldn't sleep a minute away
Oh, there's black jack and poker and the roulette wheel
A fortune won and lost on ev'ry deal
All you need's a strong heart and a nerve of steel
Viva Las Vegas, Viva Las Vegas
 Viva Las Vegas with you neon flashin'
And your one armbandits crashin'
All those hopes down the drain
Viva Las Vegas turnin' day into nighttime
Turnin' night into daytime
If you see it once
You'll never be the same again
I'm gonna keep on the run
I'm gonna have me some fun
If it costs me my very last dime
If I wind up broke up well
I'll always remember that I had a swingin' time
I'm gonna give it ev'rything I've got
Lady luck please let the dice stay hot
Let me shoot a seven with ev'ry shot
Viva Las Vegas, Viva Las Vegas,
Viva, Viva Las Vegas”

Wo Elvis Recht hat, hat er Recht, und da kommt unsere reisende Rock’n’Roll Crew, ob sie wollen oder nicht…und sie wollen! ...nicht drum rum der dem Sodom der Staaten, dem Glücksspielparadies mal kurz „Hallo“ zu sagen.
Wie dem aufmerksamen Mitglied der Völker verbindenden Plattform „Facebook“ vielleicht aufgefallen ist, hat die Hotelwahl offensichtlich unter einem leicht sentimentalen Stern gestanden. Das Hotel mit dem uns wohl vertrautem Namen „Luxor“ stand auf dem Programm. Ja da fühlt man sich doch gleich wie zu Hause! Ob es jetzt der Zusammenhang mit der in Egyt ansässigen Stadt, oder aber mit Heidis favorisierten der lokalen Biermarke „Luxor“ war, die der ausschlaggebende Anstoß zu Buchung war, dass entzieht sich meiner Kenntnis. Wir werden sie einfach mal interviewen wenn sie wieder hier vor Ort ist.

Und was macht man, außer Zocken, schönes in Las Vegas? Genau Zocken bis der Arzt kommt…und sich von David Copperfield ein wenig verzaubern lassen!
Vorsicht David, Herr Kramer steht schon wieder mit gepackter Tasche, du murmelt dauern so komische Worte wie Augenring und Beckenbruch!

02/02/2010, 13.12 Uhr, LA                                                                                      

Zwei Damen der Rock’n’Fly Society haben sich auf den Weg gemacht, eine Dritte in Amerika zu besuchen!

Vor fast zwei Wochen schon, haben sich Heidi G. und Stina G. auf den langen Weg, über den großen Teich, gemacht um Steffi S. in der neuen Welt zu besuchen. Ein Projekt was durchaus seine ganz eigenen Schwierigkeit in sich birgt, denn bevor der Wilde Westen berockt werden kann, mussten ersten Hürden, in Form der Einreise genommen werden. So ein Produkt der Hochsicherheitstechnologie wie der Biometrische Reisepass, kann da bei den nicht ganz so lässigen Einreisebeamten der „United Staates“ schon einmal zu zuckenden Augenbrauen, und somit zu einer signifikanten Verzögerung der Einreise führen. Aber wer wären unsere Damen, wenn sie nicht unsere Damen wären?! Ein charmantes europäisches Lächeln, und schon war der Weg frei…Frei für Rock’n’Roll.
Erste Station ist Los Angeles gewesen. Hier wohnen Herr und Frau S. …am Long Beach! Hell on earth, was für eine geschmeidige Anschrift!

Herr und Frau S.,
Long Beach,
Los Angeles

Es gibt auf jeden Fall schlimmeres....yeah!

Bevor es mit der Entdeckung der Kleinstadt LA und der kultivierten Ostküste losgehen konnte, hat es sich Stina aber nicht nehmen lassen sich den Umgebungsbedingungen ein wenig, in Form einer neuen, mehr ämärikänischen Frisur, anzupassen. Als stolze Besitzerin eines Hair&Beauty Salons in Hurghada, ist das als Frau vom Fach natürlich auch ein absolutes Muss. So wird aus einem Road-Trip auch ganz schnell mal eine Bildungsreise.

 
In den nächsten Tagen stand, ein für Frauen wohl eher untypisches Verhalten, Shopping auf dem Programm. Nach dem Shoppen wurde dann noch geshoppt, um dann noch ein wenig Shoppen zu gehen…und zu guter letzt, wurde dann auch noch Nachgeshoppt. Extrem Shopping, wie meine Grandma immer zu sagen pflegte, ist die Grundessenz einer jeden Frau, ohne dies würde sie eingehen wie eine wunderschöne Blume ohne Wasser. Nun denn, dann aber mal los!  
 
Vor diesem kräftezehrende Überlebensprogramm, haben sich die Damen aber noch einmal für Ihren Einsatz gestärkt – mit einem origdschinälen fresh brewed Kaffee, und ein paar vitaminreichen Pancakes. Ein amerikanischer Klassiker in einem kultigen Frühstückscafe!
Das ist soooo cooool!
Am 25ten hat Stina Geburtstag gehabt, und da gab es natürlich Geschenke. Eine Wale-Watching Tour. Leider ist das Wetter zu dieser Jahreszeit auch in „Sunny-California“ nicht ganz so Sunny, so dass die modernen Öljacken mit auf den Weg mussten. „Brrr“ es soll ziemlich frisch gewesen sein, aber das ist genau das Wetter in dem sich so ein Wal so richtig wohl fühlt.
 
Abends habe ich, der Überbringer dieses Reiseberichts, dass Vergnügen gehabt, ein wenig mit meiner Dame zu chatten, was äußerst interessant war, bestand die Kommunikation in den ersten Minuten doch weitest gehend aus „ hui…also, das war sooo cool…! Wow, die boa die Wale die waren sssooooo groß und ganz nah am Boot, und…das war sooo coool“.
Hmm, nun saß ich da als bester Freund von Reiner Neid! Ich, der Mann der den Finnwal gesehen hat, ist jetzt mit einer Dame zusammen die den Finn.- den Buckel.- und den Killerwal gesehen hat. Huuu, liebe Leser, da bin ich aber erst einmal blass um die Nase geworden, wenn Ihr also mal fragen zu Walen haben solltet, dann fragt nicht mich, sondern die die mit den Walen flüstert.
Man, meine Freundin ist jetzt ein richtiger Kerl…ich glaube ich frage sie mal, ob sie nächsten Monat nicht Lust hat auf ein paar Bier mit zum Boxen zu kommen…yeah!

Übrigens werden wir bald das Land verlassen (mehr dazu in zwei Wochen), und müssen unsere treue Vera leider hier lassen. Dementsprechend hat sich Heidi schon mal nach einem neuen, adäquaten Alltagsgefährt umgeschaut, - und ist auch schnell fündig geworden. Eins muss man Ihr lassen, Geschmack hat sie auf jeden Fall! Amerika sein vorsichtig, da haben sich zwei Waffen gefunden!
 
Nun denn, liebe Indianer und Indianerinnen (ach wie passend zu diesem Artikel), Hollywood ist bekanntlich auch in LA, und unsere Ladies haben mich wissen lassen, dass sie auch den „Walk of Fame“ besuchen wollen. Dort soll es ja auch ganz viele Stars geben, und wenn Stars in der Nähe sind, dann, ich habe so was mal auf einem Elviskonzert gesehen, machen Mädchen ganz komische Sachen. Sie kreischen, schmeißen mit Unterwäsche, und fallen in Ohnmacht. Um dem Verletzungsrisiko ein wenig entgegenzuwirken, habe ich ein paar Kramersche, vorbeugende Maßnahmen ergriffen, die ihre Wirkung offensichtlich nicht unbedingt verfehlt haben!

Brief von George Clooney:                               

Hallo Frauen,

seit Monaten, spricht man hier in „El Ey“ hinter vor gehaltener Hand, schon davon, dass Sie meine sehr geehrten Damen, unsere heimatlichen Gefilde mit Ihrer Anwesenheit beehren werden. Seit diese Information Ihren Lauf genommen hat, lassen es sich unsere weiblichen Kollegen nicht mehr nehmen ein zusätzlichen Termin bei dem Schönheitsarchitekten ihrer Wahl zu nehmen, die Aktien der Botoxproduzenten sind in die Höhe geschossen, und wir drei schmieden in aller Heimlichkeit an einem Plan sie der Allgemeinheit zu entreißen, um einen Tag, oder vielleicht auch nur ein paar Stunden in Ihrer Gegenwart verbringen zu dürfen. Dies, sehr geehrte Frau Gabler, Frau Weide, und Frau Gämmel, wäre unser ganz persönlicher Höhepunkt unseres bescheidenen Lebens.
Für diese verwegene Tat haben wir schon unsere Harleys auf Hochglanz gebracht, unseren Höhlenorganisatorinnen Geld fürs Kino und den Eisbecher danach gegeben, und uns selbst auch noch ein wenig aufpolieren lassen.

Der Plan meiner beiden Freunde, Bratt und Matt, und meiner Wenigkeit war es, Sie sehen schon ich spreche in der Vergangenheitsform, Ihnen einen Platz auf unseren männermäßigen Zweizylindern anzubieten, mit Ihnen gemeinsam der untergehenden Sonne entgegenzubräddern, um Sie danach an den Pool unsere Lieblingsvilla in Beverly Hills zu entführen. Wir dachten uns, dass es Ihnen vielleicht gefallen würde, wenn wir sie, nur mit kurzen, schwarzen Lederhöschen bedeckt, bedienen, und Ihnen Ihre Wünsche von den Augen ablesen würden …

Nun holden Schönheiten müssen wir Ihnen leider absagen! Der Plan hat sich für uns als nicht realisierbar, und extrem gefährlich herausgestellt.
Gestern Abend, ich wollte sie gerade kontaktieren, klingelte es bei mir an der Haustür. Nach einem kurzen Check meiner Überwachungskameras musste ich zu meinem erschrecken feststellen, dass alle meine, extrem gut ausgebildeten und muskulösen, Bodyguards, ausnahmslos, niedergestreckt am Boden gelegen haben. Bis an die Zähne bewaffnet habe ich mich an die Tür gewagt. Dort stand ein junger Mann, der sich als der „böse Mann von nebenan“ vorgestellt hat. Seltsam, sind meine Nachbarn doch meine beide Freunde Bratt und Matt. Ist der etwa neu in der Gegend?
Noch ehe ich „Hello“ sagen konnte, hat der Mann, der sich später als Mr. Kramer verabschiedet hat, mir einen guten deutschen Augenring geschenkt. Das fand ich ganz toll, habe ihn herein gebeten, und auch gleich nach einem Zweiten gefragt, welcher, noch bevor ich meine Bitte vollständig ausformuliert habe, Platz in der anderen Gesichtshälfte gefunden hat.
Bei einem guten Glas selbst gemachter Limonade, hat der verwegene Fremde mir dann die Yengasteinpraxis erklärt. Hierfür holte er zwei Klötzchen aus Holz hervor und legte sie nebeneinander auf den Tisch. Ich folgte selbstredend der Auforderung, meine Finger quer über die Klötzlein zu legen, und Zack, in nahezu Lichtgeschwindigkeit, habe ich einen neuen rechten Winkel in meinen Fingern gehabt. Wir haben danach noch ein äußerst interessantes Gespräch über die Vorzüge eines verlängerten Aufenthalts in einem Arbeitslager in Sibirien geführt, die sexuellen Bedürfnisse von rasierten tschetschenischen Soldaten im Einsatz besprochen, und den unangenehmen Tod durch Beule diskutiert!

Sehr geehrte Damen, wir würden uns wirklich mehr als gerne mit Ihnen treffen, aber bitte seien Sie doch so gut, das wenn sie uns auf offener Straße sehen, so tun als wenn sie uns nicht kennen. Wir haben einfach Angst!!!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr George C.
                                    

20/01/2010, 05.45 Uhr, in der Tiefsee 

Am 17ten bin ich abends, um dem allgemeinen körperlichen Verfall entgegen zu wirken, ein wenig Laufen gegangen. Es war Südwind, und somit unheimlich warm und feucht draußen. So warm, dass ich so richtig ins Schwitzen gekommen bin. Jede Pore hat sich geöffnet, dass Wasser ist mir in breiten Bächen über das Gesicht gelaufen, und ich war gut! Während ich so vor mich gejoggt bin, hat ein äußerst ungewöhnliches Phänomen mein Interesse geweckt. Immer wenn ich eine weitere halbe Runde beendet habe, und mich wieder in Richtung Süden gewandt habe, habe ich zu meiner rechten Schulter am Himmel ein Leuchten, ein Blitzen wahr genommen. Hmmm,…Wetterleuchten in Hurghada? Nein, dafür sind wir zu weit südlich vom Nordpol! Ein Photograf mit einer monströsen Abart des Duracelblitzes der halb Afrika Blitzdingsen möchte…wahrscheinlich auch nicht! Oder aber, hahaha was für ein noch viel seltsamerer Gedanke, vielleicht ein Gewitter in Ägypten? Nein, was für eine surreale Vorstellung, ein Gewitter in Hurghada, vielleicht sogar noch mit Regen…“hahaha“, niemals!

In der Nacht vom 17ten zum 18ten, hat mich dann ein Geräusch, mitten in der Nacht, aus meinen Träumen gerissen. Ein Geräusch, was mir in Deutschland noch irgendwie geläufig war, aber hier…? Auf die suche habe ich mich gemacht, tief in meinen Erinnerungen gegraben. Pidpid piddeldipi…tropf trop tröpfeldietröpf…hmmm,…was mag das nur sein?
Nach einer unendlich hohen Anzahl an Vergleichen mit meinem persönlichen Geräuscheregister, hat mein Unterbewusstsein, meinem noch nicht ganz auf Hochtouren laufenden Bewusstsein, bestätigt, dass es sich nur um eins handeln kann: Wasser, welches in seinem am häufigsten vorkommendem Aggregatzustand “flüssig“, vom Himmel fällt. Regen!

Also doch! Ich wollte schon raus laufen, im Regen tanzen, und alte Frank Sinatra Songs trällern, doch habe ich mich noch im rechten Moment erinnert, dass ich, damals noch in Deutschland, unter einer geschlossenen Wolkendecke lebend, beschlossen habe, mir Regen lieber von drinnen nach draußen anzuschauen, als mich vom ihm durchweichen zu lassen.

Am nächsten Morgen war das Staunen dann aber auch groß. Direkt vor unserer Haustür hat sich „Lake-Wohngebiet“, mit einer erstaunlichen Wassertiefe von sage und schreibe 10cm, und einer geschätzten Gesamtausdehnung von ca. 147qm, über Nacht gebildet. Dem Umstand, dass diese Region des nordöstlichen Afrikas, unter Wasser, noch immer viele Geheimnisse und unentdeckte Schätze verbirgt, Rechnung zu zollen, habe ich sogleich ein gedankliches Forschungsunternehmen aufgebaut, um die neu entstandenen Gewässer zu ergründen.

 

Das Wort „ergründen“ beinhaltet auch das Wort „Grund“, und genau dieses hat mein Projekt schon im Anfangsstadium zum erliegen gebracht. Als versierter Gefahrensucher wurde mir schon beim ersten Check des Gewässers schmerzlich schnell klar, dass sich wohl um eine sehr oberflächennahe Erkundung, also mehr um ein technisches Schnorcheln handeln würde, als dass ich alte kulturelle Stätten, oder neue Geheimnisse der Tiefsee entdecken würde.

Auch ist das Internet wegen fortgeschrittener Wasserschäden beim Provider ausgefallen, und seit gestern Abend habe ich nicht einmal mehr Strom. Yeehaaa, wie mein alter Cowboykumpel (Cowboy = Kuhjunge), Billyboy (auch in anderen Lebenslagen ein unerlässlicher, treuer und meistens reißfester Freund), zu sagen pflegt. Das gute alte Nordafrika ist halt einfach nicht auf einen guten und soliden deutschen Sommernachtsregen ausgelegt.