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                         Tauchen in Hurghada!!!

Hurghada war die erste Tauch Destination in Ägypten. Vor mehr als 25 Jahren haben sich die ersten Abenteurer aufgemacht die Tauchplätze in und um Hurghada zu entdecken. Noch heute zählt Hurghada zu einem der beliebtesten Tauchreiseziele, nicht nur in Ägypten, sondern weltweit. Und das obwohl es da ein ganz interessantes Gerücht um die Tauchplätze in der Region gibt. Hurghadas Tauchplätzen sagt man nämlich nach dass sie, aufgrund der langen Jahre die dort schon getaucht wird, total kaputt sind. Und das liebe Leser ist völlig falsch. Die Tauchplätze gehören nach wie vor, wie der ganze Rest am Roten Meer, mit zu den schönsten die es weltweit gibt!!! Nur jene die noch nicht vor Ort gewesen, oder aber leider das Pech gehabt haben, bei einer der vielen Tauchbasen unterzukommen die keinen gesteigerten Wert auf Qualität legen, sondern lieber Ihr schnelles Geld mit Introdives verdienen, können dies verbreiten.

Nach einer Zählung eines uns allen bekannten Tauchmagazins im Jahre 2002, gibt es ca. 160 Tauchbasen in Hurghada. Das scheint auf den ersten Blick eine ziemlich hohe Anzahl zu sein. Geht man aber ins Detail so stellt man schnell fest, dass bei dieser Erhebung aber auch wirklich jedes Loch in der Wand mitgezählt wurde in dem sich ein Kompressor vermuten ließ. Von den großen, und kleinen bekannten Tauchbasen die sich über all die Jahre etabliert haben, und ein hohes Maß an Qualität bieten, gibt es bei weitem nicht so viel.

Das Tauchgebiet Hurghada erstreckt sich von Norden nach Süden über knapp 70 Kilometer, wobei das Haupteinzugsgebiet die sowohl große, als auch die kleine Giftun Insel, und die Insel Abu Ramada ist. Sondertouren gehen sogar weit hoch bis zur Thistlegorm, die schon an der Sinaihalbinsel liegt, und runter bis nach Abu Kafan was eigentlich schon deutlich im Tauchgebiet Safaga liegt.

 
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In der Regel haben die Tauchbasen ihren eigenen Anleger, von dem aus sie mit kleinen, oder aber auch recht großen Booten, starten. Im Idealfall ist es so, dass die Basen mehrere Boote haben, so dass die Touren individuell auf die Performance der Taucher anpasst werden können. Die Anfahrzeit zu den Spots beträgt je nach Wetterbedingungen ungefähr 1 bis 1½ Stunden. Ein ganz normaler Tauchtag beinhaltet 2 Tauchgänge. Zwischen den beiden TGs ist ca. 2½ Stunden Pause, so dass auf der Hin.- und Rückfahrt, und in der Mittagspause viel Zeit zum entspannen, und genießen der ägyptischen Sonne ist.

Tauchen in Hurghada ist äußerst Abwechslungsreich und spannend. So bietet die U/W-Topografie sowohl dem Anfänger, die Möglichkeit Erfahrungen an flachen wunderschönen, fischreichen Plätzen zu sammeln, als auch dem fortgeschrittenen Taucher es, zum Beispiel an der Ostseite der kleinen Giftun Insel, richtig „krachen“ zu lassen. Letzteres natürlich nur im Rahmen der allgemeinen Tauchsportgrenzen, welche auch vom Goverment und den seriös arbeitenden Basen, so vorgegeben und eingehalten werden

Um sich eine bessere Vorstellung vom Tauchen in Hurghada, und den Tauchplätzen in Hurghada zu machen haben wir, der Einfachheit halber zwei Berichte aus dem Jahr 2008 mit veröffentlicht.

Bericht vom 25/09/2008 über das Carless Reef,
früher berühmt als eines der zehn schönsten Riffe weltweit, mit blühenden Korallengärten und einem Fischreichtum der seinesgleichen sucht, ist heute eher berüchtigt als ein Korallenfriedhof in dem sich nicht mal mehr eines der niederen Lebewesen verirrt. Woher kommt dieser Wandel in unseren Köpfen??? Betrachten wir die Geschichte dieses Riffes ein bisschen näher klärt sich diese Frage recht schnell.

Vor ein wenig mehr als 15 Jahren hat sich eine wild gewordene, in diesem Ausmaß selten vorkommende, Horde Dornenkronen, über das Carless Reff hergemacht. Dornenkronen, was ist das eigentlich? Bekannt sind sie als brutale Riffzerstörer, die nichts Besseres zu tun haben als die von uns so geschätzten Hartkorallen, hemmungslos nie-der zu mähen. Aber ist das wirklich so? Natürlich nicht!!! Schaut man sich eine Dornen-krone einmal näher an, wird man feststellen, dass sie ein äußerst fotogener farbenprächtiger See-stern ist, den man, im Gegen-satz zu viele Fischen auch ganz in ruhe von vorne ablichten kann. Die Dornenkrone ist ein Hart-korallenfresser, die wenn sie in Horden auftritt natürlich ein Riff ratz fatz kahl fressen kann. Um in großem Ausmaß vorzukommen, muss aber zuerst das entsprechende Angebot an Nahrung vorhanden sein, und dann stellt sich auch noch die Frage nach dem natürlichen Fressfeind. Wo ist der den hin, der liegt doch nicht wohl etwa bei uns selber, in Form eines poliertem Muschelgehäuses, bei uns auf der Fensterbank?

Ja, das Tritonshorn, hat das verdammte Pech, ein unheimlich schmuckes Einfamilienhaus mit sich rum zu tragen, was von Touristen gerne als Souvenir für Omi exportiert wird. Kein wunder also, dass sich unsere, bis dahin recht kleine Familie von Seesternen so schnell vergrößert hat. Aber hat die Hartkoralle nicht auch noch andere Fressfeinde,…den Papageienfisch zu Beispiel. Na da haben wir doch noch ein zusätzliches Feindbild!!! Böser Papageienfisch Du. Gut das er in so vielen Restaurants als Speisefisch ála Carte so geschätzt wird, und wir, der Mensch, die Papageienfischpopulation so auf eine ganz natürliche Art und Weise in ihre Schranken weisen. Vor 15 Jahren also hat sich diese von uns hochgezüchtete, und vor allem unschuldige Horde Dornenkronen, halb verhungert und auf ein fast durchsichtiges Nichts abgemagert, auf den Weg gemacht sich die Bäuche voll zuschlagen und sich guter Dinge in Richtung der nächsten saftigen Weidegründe auf zu machen.

Was nach diesem Gelage über geblieben ist war eine karge, öde Landschaft des Todes. Ja, wer kurz danach an das Carless Reef gefahren ist, der wird mit Tränen in den Augen wieder aufgetaucht sein, keine Frage, aber wie sieht das heute, lange Zeit nach dem Korallenholocaust aus? Ich Rex Kramer habe mich für Euch gestern, als Euer Agent und Botschafter auf den Weg nach Carless gemacht….und was ich dort vorgefunden habe, damit hätte ich definitiv nie, nie, aber auch wirklich niiieeemals gerechnet. Heute zählt Carless Reef auf jeden Fall wieder zu einem, wenn nicht sogar zum „dem“, der absoluten Top Spot in der Region Hurghada. Fußball-große Geweihkorallen stehen hier schon wieder, und jetzt Achtung, flächendeckend, umsäumt von einer nicht zählbaren Vielfalt von Weichkorallen, und in den verbleibenden Plätzen dazwischen bilden sich schon wieder die etwas langsamer wachsenden Blockkorallen. Wo das Auge hinschaut blüht das Leben!!! Von der alten Riffstruktur sind an der Riffkante skurril gewachsene Überhänge übergeblieben, die heute fantastische mit lila Weichkoralle überwachsen ist, und Schwärmen kleiner, bunter Fische ein Zuhause bietet.

Aber auch einige von den alten Kandidaten von „damals“ schauen hier immer noch mal vorbei. Thats life, gestern noch berüchtigt, und heute schon wieder auf dem besten Weg zu neuem Ruhm. Wer sich mal wieder in Hurghada einfindet, sollte auf jeden Fall das Carless Reff auf seiner Wunschliste stehen haben. Ach, und sollte man das Glück haben an einem dieser wunderschönen Seesterne vorbei zu kommen, dann immer dran denken, dass er mit dem Papageienfisch in einem Boot sitzt, und auch er, der arme Wurm, sich vielleicht gerne in Pose schmeißen würde, um als Model als schöne Erinnerung in unsere persönlichen analen einzugehen.

Bericht vom 22/09/08
Also, ich weiß ja nicht, ob sie es schon wussten, aber in den letzten Monaten scheint Hurghada einen unheimlichen Lauf zu haben. Es ist ja nicht so, dass ich Euch, liebe sympathisierenden Besucher dieser Seite, Euch zu Hause gebliebenen, gerne ärgern möchte, niemals, nichts liegt mir ferner, aber darauf hinweisen muss ich trotzdem!!! In den vergangenen Wochen passieren hier die tollsten Dinge!!! Vor ein paar Tagen zum Beispiel, war eine Gruppe Taucher glücklich es mal wieder zu Thistlegorm geschafft zu haben. Das klappt ja bekanntlicher Weise Aufgrund der Wetterbedingungen nicht immer, also ist das doch schon einmal schön!!! Und während sie da nun glücklich tauchen, kreuzt doch glatt eine Schule Delphine ihren Weg!!! Aha, ihr unter einer geschlossenen Wolkendecke lebenden denkt jetzt wahrscheinlich, dass das ja nun nicht unbedingt so cool ist?! Der Walhai der dann aber noch vorbei kam sollte diesen flüchtigen Gedanken aber doch eines besseren belehren?! Die Thistlegorm, die immer noch zu einem der zehn schönsten Wracks weltweit zählt, eine schule Delphine, und dann noch der Chefrocker der „Top Five“ im Tauchen???!!! Hurghada, da geht was…yeehaaa!!! Und letzte Woche, steht doch ein Boot in Fanadir Dacht in der Lagune und wird von einem Manta abgecheckt. Manta in Fanadir???... und nicht nur da, ich selber war vor drei Wochen in Shaab Samir, und wir haben einen Manta gehabt, der so groß war, dass man selbst von den beiden Schiffshaltern eine achtköpfige Familie ernähren können. Nun ja liebe Indianer und Indianerinnen, wie ich eingangs schon erwähnt habe, möchte ich Euch ja nicht eure Lust an Eurem aufregenden Alltag nehmen , aber es scheint so, als wenn es hier echt rockt…ach ist das Leben schön…yeah!!! Wer jetzt schon aufgrund von fortgeschrittener Tränendrüsenaktivität, einen lebensbedrohlichen Flüssigkeitsverlust zu erleiden droht, dem kann ich ein kleines Trostpflaster lassen…auch ich, obwohl jeden Tag an vorderster Front, habe von alledem nichts gesehen!!!